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5 atemberaubende Fernziele für Kulturreisen

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Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nahe liegt? Dieses Sprichwort galt vielleicht in der Hochphase der COVID-Pandemie, als Fernreisen nicht möglich waren und der Urlaub im eigenen Land das Maß aller Dinge war. Die Pandemie ist zwar noch nicht vorbei, aber die Reisebeschränkungen sind mittlerweile zumindest vorläufig fast überall aufgehoben und grenzenloses Reisen ist wieder möglich! Deshalb möchten wir die Gelegenheit nutzen, um euch zu unseren 5 liebsten Fernzielen für Kulturreisen mitzunehmen, die euch den Atem rauben werden. Worauf wartet ihr also noch? Bucht euren nächsten Flug und geht auf Entdeckungsreise!

Mexiko: El Castillo, Chichen Itza

Beginnen wir unsere Kulturreise in Mexiko, dem Land, das für seine Maya-Kultur und somit auch für seine Maya-Ruinen und -Tempel berühmt ist. Wenn man über die Maya-Ruinen in Mexiko spricht, kann man Chichen Itza kaum auslassen. Es gehört zu den Neuen Sieben Weltwundern und ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Mexikos.

Chichen Itza befindet sich im Bundesstaat Yucatan. Seine Geschichte reicht bis ins 5. Jahrhundert zurück, als es eine der blühenden Städte der Maya-Welt war und sich über eine Fläche von etwa zwei Quadratkilometern erstreckte. Damals diente es als Handelszentrum, beherbergte Residenzen, religiöse Monumente und vieles mehr.

Einer der Höhepunkte von Chichen Itza ist zweifellos El Castillo, eine faszinierende Stufenpyramide, die als Ausdruck des astronomischen Verständnisses der Maya diente. Sie hat 365 Stufen (eine Stufe für jeden Tag des Jahres) und zweimal im Jahr, genau zur Frühlings- und Herbst-Tagundnachtgleiche, erscheint ein Schatten auf der Pyramide, der die Form einer Schlange annimmt. Dies ist eine Hommage an den wichtigsten Maya-Gott, Kukulcan, eine gefiederte Schlange.

USA: Charleston, South Carolina

Der nächste Ort, den wir euch in der Liste unserer Kulturreisen vorstellen möchten, ist Charleston im Bundesstaat South Carolina der Vereinigten Staaten. Charleston ist definitiv ein Ort, der abseits der beliebten Reiseziele in den USA liegt und wirklich einen Besuch wert ist.

Als eine der ältesten Städte Amerikas verbindet Charleston Geschichte und Kultur wie keine andere amerikanische Stadt. Die 1670 gegründete Stadt ist mit ihren kopfsteingepflasterten Straßen und ihrem Südküstenflair nicht nur Instagram-tauglich, sondern hat auch eine lange Geschichte hinter sich. In Charleston wurden die Weichen für den Revolutionskrieg und den amerikanischen Bürgerkrieg gestellt, der übrigens mit der Einnahme von Charleston durch die Union endete.

Heute ist Charleston vor allem für seine lebendige Kunstszene, die unzähligen Galerien (wir empfehlen einen Besuch im Gibbes Museum of Art) und das vielfältige Angebot an Speisen und Getränken bekannt. Aufgrund ihrer Größe lässt sich die Stadt leicht zu Fuß erkunden. Macht euch gleich Notizen! Charlestons coolste Galerien findet ihr auf der Broad Street, die besten Restaurants auf der East Bay Street, das Shopping-Mekka auf der King Street und wenn ihr historische Gebäude bestaunen wollt, findet ihr viele davon rund um die Chalmers Street und Church Street. Ein weiterer Tipp ist ein Besuch des Middleton Place, wo sich die bedeutendsten Landschaftsgärten Amerikas befinden. Hier erfährt ihr alles über die Geschichte des Ortes, lernt etwas über seine Gründer, und die „Beyond the Fields Tour“ gibt auch einen detaillierten Einblick in die Rolle, die Middleton Place im dunklen Kapitel der amerikanischen Sklaverei spielte.

Genießt die einzigartige die Atmosphäre der historischen, amerikanischen Küstenstadt Charleston.

Indonesien: Borobudur-Tempel

Als Nächstes geht es nach Indonesien, wo wir uns den berühmten buddhistischen Borobudur-Tempel in der Region Borobudur, einem der wichtigsten Zentren des Buddhismus in Indonesien und beliebtes Ziel für eine Kulturreise, näher ansehen. Der Ort erzählt die Geschichte der Śailendra-Dynastie, die den Borobudur-Tempel um 800 n. Chr. als Denkmal für Buddha errichtete. Bemerkenswerterweise verfiel der Tempel etwa hundert Jahre nach seiner Fertigstellung, als die Herrscher von Java aus unbekannten Gründen plötzlich beschlossen, das Regierungszentrum in einen anderen Teil der Insel zu verlegen.

Erst 1814 entdeckte der britische Leutnant-Gouverneur auf Java, Sir Thomas Stamford, die Stätte wieder, nachdem er von Inselbewohnern Berichte über einen besonderen Tempel auf der Insel gehört hatte. Viel später, in den 1970er Jahren, arbeiteten die indonesische Regierung und die UNESCO gemeinsam daran, Borobudur in seiner früheren Pracht wiederherzustellen. Der gesamte Prozess dauerte 8 Jahre, aber er war mehr als erfolgreich. Heute ist Borobudur einer der faszinierendsten Orte Indonesiens und ein Ort, der die wahre Geschichte des Landes zeigt.

Der Borobudur-Tempel wurde auf einem Hügel, 265 Meter über dem Meeresspiegel, auf quadratischen Andesitsteinen errichtet. Die Konstruktion ähnelt einer Stufenterrasse und weist vier Treppen auf, die in jede Himmelsrichtung (Osten, Süden, Westen und Norden) führen. Kleiner Side-Fact: ihr findet hier insgesamt 504 Buddha-Statuen. Der Tempel ist außerdem riesig. Er misst 121,66 Meter in der Länge, 121,38 Meter in der Breite und 35,30 Meter in der Höhe.

Wenn ihr mehr über den Borobodur-Tempel erfahren möchtet, hört in unseren kostenlosen Borobodur-Tempel-Audioguide rein oder schaut bei unserem gratis Borobodur-Rundgang vorbei.

Der Borobodur-Tempel in Indonesien ist wirklich faszinierend!

Japan: Sensoji-Tempel Tokio

Apropos Kulturreisen und buddhistische Tempel: Werfen wir einen Blick auf den Sensoji-Tempel in Tokio, Japan, einen der farbenprächtigsten und beliebtesten Tempel der Stadt, der zudem auch der älteste ist (er wurde 645 fertiggestellt). Der Legende nach fischten zwei Brüder im Jahr 628 eine Statue von Kannon, der Göttin der Barmherzigkeit, aus dem Sumida-Fluss, und obwohl sie die Statue wieder in den Fluss warfen, kehrte sie immer zu ihnen zurück. Daraufhin wurde in der Nähe der Sensoji-Tempel zu Ehren der Göttin Kannon errichtet.

BesucherInnen betreten den Tempel durch das Kaminarimon (Donnertor), das äußere Tor des Sesonji-Tempels, das auch das Symbol des Stadtteils Asakusa und der gesamten Stadt Tokio ist.


Der Sensoji-Tempel ist das Wahrzeichen der Stadt Tokio.

Bemerkenswerterweise muss man, um zum zweiten Tor des Tempels, dem Hozmon, zu gelangen, eine über 200 Meter lange Einkaufsstraße namens Nakamise durchqueren, die ebenfalls auf eine mehrere Jahrhunderte lange Geschichte zurückblickt. Dort findet ihr traditionelle japanische Souvenirs wie Yukata und natürlich verschiedene traditionelle lokale Snacks für den Fall, dass euch die Tempelbesichtigung hungrig gemacht hat.

Die Nakamise ist eine Einkaufsstraße mitten im Tempel.

Simbabwe: Victoriafälle

Zu guter Letzt möchten wir euch noch einen Reisetipp für Afrika geben. Habt ihr schon einmal von den Victoriafällen in Simbabwe gehört? Wenn nicht, wird es höchste Zeit, denn sie gehören nicht nur zu den Sieben Naturwundern der Welt, sondern auch zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Die Victoriafälle, die in der lokalen Tonga-Sprache als „Rauch, der donnert“ bekannt sind, sind mit einer Breite von 1708 m die größten Wasserfälle der Welt. Den besten Blick auf den Wasserfall hat man übrigens vom simbabwischen Regenwald aus, der ihn umgibt. Der Regenwald verfügt über ein einzigartiges Ökosystem mit Arten, die sonst nirgendwo vorkommen. Wir empfehlen daher, auch jenseits der Wege und Aussichtspunkte auf eure Umgebung zu achten. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Gegend noch nicht übermäßig touristisch ist, so dass sich euer Blick wahrscheinlich nicht wesentlich von dem von David Livingstone unterscheidet, der die Wasserfälle 1855 erstmals entdeckte. Von unserer Seite aus bleibt also nicht viel zu sagen, außer genießt diese herrliche Aussicht!

Die Victoriafälle in Simbabwe sind die größten Wasserfälle der Welt.

Wir hoffen, wir konnten euch einige Anregungen für eure nächste Fernreise geben! Weitere kulturelle Sehenswürdigkeiten findet ihr in unserer Liste von mehr als 60 Attraktionen auf Cultural Places!

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