Burgenland – Willkommen auf der Sonnenseite Österreichs

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Mit mehr als 300 Sonnentagen im Jahr wird das Burgenland nicht umsonst als die Sonnenseite Österreichs bezeichnet. Was das östlichste Bundesland Österreichs für euch bereithält und welche Highlights ihr euch dort nicht entgehen lassen solltet, zeigen wir euch heute. Angefangen vom UNESCO-Welterbe Neusiedler See und den Nationalparks über Museen oder kulturelle Veranstaltungen bis hin zu vielfältigen kulinarischen und sportlichen Angeboten gibt es viel zu entdecken!
Endlich scheint der Frühling in kleinen Schritten näher zu kommen, deshalb nehmen wir gleich die Gelegenheit wahr, euch in Österreichs „Sonnenland“, dem Burgenland, zu entführen und euch dort die vielfältigen Erlebnis- und Ausflugsmöglichkeiten zu zeigen.

Natur

Werfen wir zunächst einen Blick in die Naturlandschaft des Burgenlandes. Ihr werdet sofort bemerken, dass sich die burgenländische Landschaft stark vom üblichen Bild Österreichs unterscheidet. Disclaimer: Berge werdet ihr hier vergeblich suchen 😉.

Stattdessen erwarten euch weite Ebenen, der östlichste Steppensee Mitteleuropas, Weinberge, Wälder und vieles mehr. Sechs Naturschutzgebiete gibt es zu erkunden: das Neusiedler See-Leithagebirge, der Rosalia-Kogelberg, die Landseer Berge, Geschriebenstein-Írottkö, die Weinidylle und das Raab-Örség-Goricko-Reservat.  Ein weiteres Naturschutzreservat ist der grenzüberschreitende Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel, einer von nur sechs Nationalparks in Österreich.

Werfen wir nun einen genaueren Blick auf den Neusiedler See. Wie bereits erwähnt, handelt es sich hier um einen der größten Steppenseen in Europa. Der Großteil des Sees liegt in Österreich, ein kleinerer Teil des Sees liegt in Ungarn. Er ist ziemlich seicht, mit einer durchschnittlichen Tiefe von nur eineinhalb Metern. Was ihn außerdem auszeichnet, ist, dass er von einem der größten zusammenhängenden Schilfgürtel Europas umgeben ist, was ihn zu einem wahren Paradies für eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten macht. Im Sommer ist der See ein Hotspot für zahlreiche Freizeit- und Sportmöglichkeiten, auf die wir später noch näher eingehen werden.

Der Schilfgürtel, der den Neusiedler See umgibt, ist einer der größten in Europa und ist die Heimat vieler Pflanzen- und Tierarten.

Wusstet ihr übrigens, dass der Neusiedler See und seine Kulturlandschaft seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören? Das Biosphärenreservat Neusiedler See-Seewinkel, das Schilfgebiet, die Altstadt von Rust, die Purbacher Kellergasse und die Mörbischer Hofgassen wurden als Regionen von außergewöhnlichem universellen Wert anerkannt.

Kultur

Da auch die burgenländische Kulturlandschaft sehr vielfältig ist, möchten wir euch hier die Highlights vorstellen, die ihr euch für einen gelungenen Kultururlaub nicht entgehen lassen solltet.

Für die Musik- und OpernliebhaberInnen unter euch empfehlen wir einen Besuch der Oper im Steinbruch. Der Steinbruch St. Margarethen ist mit einer Bühnenfläche von mehr als 7.000 m2 die größte Freilichtbühne Europas und zweifellos auch eine der schönsten Spielstätten. Dieses Jahr könnt ihr dort die Oper „Nabucco“ von Giuseppe Verdi erleben, also sichert euch schnell eure Karten, bevor sie ausverkauft sind.

Die Oper im Steinbruch in St. Margarethen ist zweifellos eine der schönsten Spielstätten Europas. (c) Oper im Steinbruch

Auch ein Besuch in den burgenländischen Museen ist immer eine gute Idee, nicht nur bei schlechtem Wetter, denn es gibt dort auch viele sehenswerte Freilichtmuseen. Interessiert ihr euch dafür, wie das Leben früher war? Dann besucht das südburgenländische REDUCE Freilichtmuseum Bad Tatzmannsdorf und besichtigt dort Wohn- und Wirtschaftsgebäude vom Ende des 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Wenn ihr nun auf den Geschmack gekommen seid und weitere Freilichtmuseen besuchen wollt, können wir euch auch das Dorfmuseum Mönchhof oder das Freilichtmuseum Gerersdorf empfehlen. Auch hier erhaltet ihr Einblicke in das dörfliche Alltagsleben der letzten drei Jahrhunderte.

Im Freilichtmuseum Bad Tatzmannsdorf könnt ihr Wohnbauernhäuser vom Ende des 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts besichtigen. (c) REDUCE Freiluftmuseum Freiluftmuseum Bad Tatzmannsdorf.

Wenn ihr an einem der 65 Tage im Burgenland seid, an denen die Sonne angeblich nicht scheint, könnt ihr das Burgenländische Geschichte(n)haus besuchen, das sich auf interaktive Weise mit der Geschichte des Landes befasst. Alternativ könnt ihr auch dem Römermuseum Sankt Martin an der Raab einen Besuch abstatten, wenn ihr die wichtigsten Ausgrabungen aus der Römerzeit sehen wollt, die im südlichen Burgenland gefunden wurden.

Falls ihr euch mehr für das Mittelalter interessiert, können wir euch die Schlossruinen in Burgenland ans Herz legen. Diese dienen nicht nur als beeindruckende Kulisse oder als Ausgangspunkt für Wanderungen, einige von ihnen waren sogar Drehort für Hollywood-Blockbuster. Habt ihr den Film „Die drei Musketiere“ gesehen?  Einige Szenen wurden 1993 tatsächlich auf der Burgruine Landsee gedreht.

Kulinarik

In Österreich ist die Kulinarik ein zentraler Bestandteil der lokalen Kultur. Das Burgenland erwartet kulinarische GenießerInnen mit traditionellen, heimischen Menüs mit exotischem Einschlag. Die abwechslungsreiche Küche bietet unter anderem südburgenländische Schnecken, pannonischen Safran, Störkaviar, Gourmet-Tauben und Flusskrebse. Um ehrlich zu sein, hätten wir nicht erwartet, Schnecken auf der regionalen Speisekarte zu finden, ihr etwa?

WeinliebhaberInnen, aufgepasst! Das Burgenland gilt nicht umsonst als die Wiege des österreichischen Weins. Die Bedingungen für den Anbau von hervorragendem Wein könnten dort nicht besser sein: Das milde pannonische Klima, gepaart mit hervorragenden Böden und einer großen Vielfalt an Rebsorten, ermöglichen es den erfahrenen WinzerInnen, Weine zu kreieren, die weit über die Grenzen Österreichs hinaus einen hervorragenden Ruf genießen. Wenn ihr mehr über den Weinbau erfahren möchtet, könnt ihr auch die WinzerInnen vor Ort kennenlernen und deren  Sichtweise auf ihre Weine kennen lernen.

Sport

Zu guter Letzt wollen wir nicht vergessen zu erwähnen, dass das Burgenland ein Paradies für Sportbegeisterte ist. Passionierte RadfahrerInnen finden hier rund 2.5000 Kilometer Radwege. Von der gemütlichen Familientour bis zur anspruchsvollen Mountainbikestrecke ist für jeden Fitnessgrad etwas dabei. Der beliebteste Radweg ist der Neusiedler See Radweg, der von Neusiedl am See nach Weiden am Ostufer des Sees und direkt durch den Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel führt.

Das Burgenland ist auch der Hotspot für WassersportlerInnen in Österreich. Der Neusiedler See bietet mit einer durchschnittlichen Wassertiefe von rund 1,5 m und günstigen Windverhältnissen beste Voraussetzungen für den Wassersport. Rund um den See gibt es zahlreiche Segel-, Surf- oder Kiteschulen, so dass ihr hier, egal ob ihr mit einer neuen Wassersportart beginnen oder euer Können verbessern wollt, genau richtig seid. Wer es gemütlicher angehen lassen möchte, kann auch mit dem Stand-up-Paddle-Board oder dem Kajak ruhigere Ecken des Sees, wie z. B. den Schilfgürtel, erkunden. Der Neusiedler See ist aber nicht der einzige Ort für Wassersport, man kann zum Beispiel auch den Neufelder See besuchen, wo man in der örtlichen Tauchschule die Unterwasserwelt kennen lernen kann.


Der Neusiedler See ist der österreichische Hotspot für Wassersport.

Na, habt ihr jetzt Fernweh bekommen und wollt im Land der Sonne neue Energie tanken? Dann bis bald im Burgenland!

Wenn ihr auch in anderen Bundesländern Österreichs Abenteuer erleben wollen, seid ihr bei uns genau richtig. Schaut doch mal bei unseren Empfehlungen für Micro-Adventures in der Steiermark vorbei.

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