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Happy Halloween! Ursprünge und Darstellung in der Kunst

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Happy Halloween! Habt ihr schon Kürbisse geschnitzt, euer ganzes Haus dekoriert und seid schon ganz in Halloween-Stimmung? Aber wie ist Halloween überhaupt entstanden? Vielleicht erinnert ihr euch  an die Entstehungsgeschichte von Halloween, seid euch aber nicht mehr ganz sicher? In unserem Blogbeitrag „Halloween Edition“ beleuchten wir nicht nur diesen Mythos, sondern gehen auch darauf ein, wie das Thema Halloween im Laufe der Geschichte in der Kunst dargestellt wurde. Pssst, am Ende haben wir auch noch eine konkrete Empfehlung für euch, damit ihr noch mehr in Halloween-Stimmung kommen und euch gruseln könnt. Klingt gut? Dann lest weiter!

Die Ursprünge von Halloween

Halloween hat eigentlich eine ziemlich lange Geschichte. Das Wort bedeutet wörtlich „hallowed evening“ (was so viel wie heiliger Abend bedeutet) und war früher als All Hallow’s Eve bekannt, was später zu „Halloween“ verkürzt wurde. All Hallow’s Eve findet am 31. Oktober statt, nur einen Tag vor Allerheiligen, und an beiden Tage werden Heilige geehrt.

Der Grund, warum Halloween am 31. Oktober gefeiert wird, geht auf Samhein zurück, ein altes keltisches Fest, das als der früheste bekannte Ursprung von Halloween gilt. Dass es Ende Oktober gefeiert wird, ist kein Zufall, denn der Spätherbst ist in der Regel eine recht nachdenkliche und melancholische Zeit, in der die Grenzen des irdischen Lebens und die Verbindungen zum Jenseits und dem Tod, spürbarer werden. Zu den Feierlichkeiten von Samhain gehörten schon immer zahlreiche Rituale und Zeremonien wie etwa das Entzünden von Lagerfeuern, um mit den Geistern in Verbindung zu treten, denn die Kelten waren polytheistisch. Wusstet ihr übrigens, dass die Kelten diesen Brauch auch schon mit Kostümen gefeiert haben sollen, um sich vor den Geistern zu verkleiden? Außerdem sollen sie aus Kürbissen Laternen gebastelt haben, wie wir sie heute noch kennen.

Später in der Geschichte, als das Christentum verbreiteter wurde, ging die alte keltische Tradition in die Popkultur über und entwickelte sich weiter. Zunächst verkleideten sich die Menschen als Heilige und zogen von Tür zu Tür, um Lieder und Verse vorzutragen, und die Kinder baten um Süßigkeiten, die so genannten „Soul Treats“, aus denen sich später die beliebte Praktik „Süßes, sonst gibt’s Saures“ entwickelte. Halloween wurde in den Vereinigten Staaten Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts besonders populär, wobei sich im Laufe der Zeit verschiedene europäische Traditionen mit denen der amerikanischen UreinwohnerInnen vermischten. Auch in Europa erlangte Halloween seit den 1990er-Jahren wieder mehr an Popularität und wurde zu einem beliebten Fest, bei dem Kinder von Tür zu Tür ziehen und um Süßigkeiten bitten und man sich für Kostümpartys verkleidet. Seinen gruseligen und mystischen Kern hat sich Halloween jedoch bis heute bewahrt.

Das gruselige Halloween-Thema in der Kunst

Tatsächlich wurde das Halloween-Thema auch in der Kunst dargestellt, denn es gibt viele Kunstwerke, die sich mit den Themen Tod, dem Leben nach dem Tod, Geister, Heilige etc. beschäftigen. Wir haben unsere liebsten gruseligen Kunstwerke für euch zusammengefasst, viel Spaß!

Saturn verschlingt seinen Sohn

Das erste Gemälde, das wir besprechen wollen, stammt vom spanischen Künstler Francisco Goya und ist Teil seiner Serie „Schwarze Gemälde“, die insgesamt 14 gespenstische und gruselige Werke umfasst. Unserer Meinung nach ist das Bild „Saturn, der seinen Sohn verschlingt“ das gruseligste Werk davon. Das Gemälde stellt ursprünglich eine Szene aus einer griechischen Sage dar, in der Saturn seine eigenen Kinder verspeist, um einer Prophezeiung zu entgehen, die besagt, dass eines von ihnen ihn stürzen wird. Bemerkenswerterweise wollte Goya dieses Bild nicht für die Öffentlichkeit zugänglich machen, sondern schuf es, um es in seinem  Esszimmer aufzuhängen – ziemlich morbide, wie wir finden!

Was für ein Bild, um damit das eigene Esszimmer  zu schmücken. © Francisco Goya, „Saturn verschlingt seinen Sohn“, um 18191823 (Foto:Wikimedia Commons, Public domain)

Der Triumph des Todes

Auch unser nächstes Kunstwerk stellt den Tod in den Mittelpunkt. Auf dem Gemälde „Der Triumph des Todes“ von Pieter Bruegel dem Älteren aus dem Jahr 1562 überfällt ein Heer von Skeletten ein Dorf und lässt niemanden lebend zurück. Die Folge ist pures Chaos und niemand hat eine Chance auf Rettung. Beim Malen dieses detailreichend Bildes wurde Bruegel angeblich vom „Totentanz“ oder auch „Danse Macabre“ beeinflusst. Dieses Konzept geht auf eine mittelalterliche künstlerische Allegorie zurück, die besagt, dass der Tod uns schließlich alle vereint, egal woher wir kommen oder in welchem Lebensabschnitt wir uns gerade befinden.

Dieses Gemälde wurde angeblich durch den „Totentanz“ beeinflusst. Pieter Bruegel der Ältere, „Der Triumph des Todes“ 1562 (Foto: Wikimedia Commons, Public domain)

Der Nachtmahr

Zu guter Letzt wollen wir über ein Gemälde sprechen, dessen unheimliche Bedeutung bereits im Namen steckt: „Der Nachtmahr (Albtraum)“ von Henry Fuseli. Obwohl er eine führende Figur der Romantik war und auch im Stil dieser Zeit malte, waren seine Werke oft vom Paranormalen inspiriert. In „Der Nachtmahr“ unternimmt er einen unheimlichen Ausflug ins Unterbewusste. Es zeigt eine schlafende Frau mit einem sogenannten Inkubus, einem männlichen Dämon, der Frauen im Schlaf heimsucht. Wenn man genau hinsieht, kann man im Hintergrund auch ein geisterhaftes Pferd erkennen. Es wird angenommen, dass das Kunstwerk von deutschen Volkssagen inspiriert wurde. Demnach wurden allein schlafende Männer oft von Pferdegespenstern heimgesucht, während einsame Frauen manchmal vom Teufel oder von Dämonen besessen wurden. Unserer Meinung nach sieht das Gemälde definitiv wie ein lebendiger Albtraum aus und erinnert uns an eine der tiefsten Ängste der Menschheit, nämlich die, im Schlaf nicht sicher zu sein.

Nomen est omen. Henry Fuseli, „Der Nachtmahr“, 1781 (Foto: Wikimedia Commons, Public domain)

Erlebt das verwunschene Zagreb

Nicht nur Gemälde haben gruselige Geschichten zu erzählen, auch Städte und Orte bergen das eine oder andere dunkle Geheimnis. Wir laden euch ein, gemeinsam mit uns die dunkle Seite der Stadt Zagreb in Kroatien zu erkunden. Geschichten über mystische Ereignisse, die sich in Zagreb, insbesondere im Mittelalter, zugetragen haben, werden bis heute von Generation zu Generation weitergegeben. Deshalb haben wir beschlossen, sie in unserem Audioguide „Mystical Zagreb. The Bewitched Story“ zu sammeln, mit dem ihr die dunkle Seite Zagrebs entdecken könnt. Seid ihr bereit für berühmte Legenden und zwielichtige Gestalten? Wir versprechen euch, dass euch einige der Geschichten, die wir euch erzählen werden, einen gehörigen Schauer über den Rücken jagen und ihr euch vielleicht sogar fragen werdet, ob es tatsächlich noch Hexen gibt. Ihr könnt die Tour entweder in Zagreb vor Ort machen oder ihr könnt den Audioguide auch bequem zu Hause anhören und euch dort gruseln.

Weitere Informationen finden ihr in unserem Blogbeitrag über die verwunschene Geschichte von Zagreb.

Bei unserer Zagreb-Tour werdet ihr euch fragen, ob es Hexen wirklich gibt. (c) Oberstadthexen / CC BY-SA 3.0

Wir hoffen, wir konnten euch mit dem heutigen Blogbeitrag ein wenig in Halloween-Stimmung versetzen und wünschen euch schon jetzt ein verfrühtes „Happy Halloween“!

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