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NFTs: Segen oder Fluch für die digitale Kunst?

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NFTs werden oft von digitalen Künstlern geschaffen, aber sie sind keine neue Form der digitalen Kunst. Dies ist ein weit verbreitetes Missverständnis, wenn es um die nicht-fungiblen Token geht. Digitale Kunst gibt es schon seit Jahrzehnten, und die Möglichkeit, digitale Technologie als Materialquelle zu nutzen, ist in der Kunstwelt nichts Neues. Die Möglichkeit, Eigentum zu begründen, Knappheit zu schaffen und damit dem dargestellten Werk einen Wert zuzuweisen, hat sich jedoch nicht nur positiv auf die digitale Kunstwelt ausgewirkt.

Die Einschränkungen, die wir während der Pandemie hinnehmen mussten, haben den Drang geweckt, wieder mit Menschen in Kontakt zu treten – sei es durch ein kurzes Gespräch vom Balkon aus oder durch ein digitales Treffen. Letzteres hat sich seither gut entwickelt. Nicht nur Videokonferenz-Tools, sondern auch das Metaverse erfreuen sich regen Zuspruchs und werden weiter ausgebaut. NFTs haben von dieser Art von Verbindungen profitiert.

Utilities und zwischenmenschliche Interaktionen

Veranstaltungen im NFT-Sektor nehmen stetig zu. Kostenlose Mints (das bedeutet, dass digitale Dateien in Krypto-Sammelobjekte umgewandelt werden) und Airdrops (hier senden NFT-Entwickler kostenlose NFTs an Krypto-Wallets) sind einige der Anreize, die Menschen zusammenbringen. Die Möglichkeiten und die Menschen, die man dort trifft, sind endlos, aber es fehlt etwas: echte menschliche Interaktion. Deshalb verbinden einige Künstler ihre NFTs bereits mit Utilities (Utility = Vergünstigungen und Vorteile, die mit dem Inhaber der NFTs verbunden sind). Ania Catherine von Operator sagt in einem Interview mit Brytehall:

„Unsere ersten Inhaber des Privacy Key 00 wussten nicht wirklich, was sie da kaufen. Sie wussten, dass es Überraschungen geben würde, die aufgedeckt und versteckt wurden. Sie dachten: Ich vertraue darauf, dass dies eine Erfahrung sein wird. Und dann, zwei Monate später, wurden sie alle zu diesen drei wirklich ereignisreichen, erlebnisreichen ‚Privacy Dinners‘ eingeladen.“

Wachsender Wert: Authentizität und Eigentum

Nichtsdestotrotz hat der digitale Kunstsektor im Großen und Ganzen von NFTs profitiert. Der erste und wahrscheinlich wertvollste Grund ist der gegebene Wert, den sie Kunstwerken verliehen haben. Vorher fehlte es der digitalen Kunst an Authentizität und Eigentum. Die Möglichkeit, sie einfach zu replizieren, hat den digitalen Kunstformen jeglichen Wert entzogen. Mit der Blockchain ist es nun möglich, die Eigentumsverhältnisse nachzuvollziehen, was die digitale Kunst auf eine Stufe mit der bildenden Kunst stellt.

Zusätzlich zur Anerkennung durch das Establishment gibt es nun ein weiteres Publikum, das an Investitionen interessiert ist. Eine jüngere, technisch versiertere Community wächst im Umfeld des Kunstsektors heran, wo vorher vielleicht nicht so viel Interesse bestand. Außerdem sind sie für jede und jeden zugänglich und können von überall aus gekauft werden. Man muss weder einem bestimmten Kreis angehören noch einen bestimmten Ort aufsuchen, um digitale Kunst zu erstehen.

Die Dauer der Kunstwahrnehmung

Eine interessante Möglichkeit der NFTs ist die Dauer der Beziehung zwischen KünstlerIn und RezipientIn. Die Verbindung, die mit diesem Token hergestellt wird, verändert auch die Dauer der Kunstwahrnehmung. Im üblichen Fall einer Ausstellung ist der Besucher der Kunst vielleicht ein bis zwei Stunden lang ausgesetzt – über NFTs können KunstkonsumentInnen und KünstlerInnen jedoch über Jahrzehnte hinweg in Verbindung bleiben.

Generell haben NFTs eine immense Aufwertung der digitalen Kunst bewirkt. Und wer weiß, was sich KünstlerInnen in Zukunft einfallen lassen werden? Vielleicht werden wir mehr hybride Interaktionen und Veranstaltungen sehen? Wir glauben, dass es sich lohnt, an diesen neuen Möglichkeiten teilzuhaben und sie weiter zu verfolgen.

 

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