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Vienna Story: der ultimative Wien-Guide

Vienna Story: Ultimate Guide to Vienna
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Deine Reise nach Wien steht bevor und du bist auf der Suche nach Insider-Tipps, um dich vorzubereiten? Viele faszinierende Orte warten auf deinen Besuch, und geschichtlich gibt es viel zu entdecken. Du solltest ausreichend Zeit einplanen, um die Stadt kennenzulernen. Um dir bei der Organisation zu helfen, haben wir alle wichtigen Informationen in einem ultimativen Wien-Reiseführer zusammengefasst. Fang an zu lesen, mach dir Notizen und auf geht’s!

Eine kurze Geschichte Wiens

Wahrscheinlich weißt du bereits von Wiens reichem kulturellen und historischen Erbe. Aber wie weit geht dieses zurück? Beginnen wir diesen ultimativen Wien-Guide mit einer kurzen Geschichtsstunde …

Die heutige österreichische Hauptstadt wurde von den alten Römern gegründet, die am äußersten Rand ihres damaligen Reiches entlang der Donau mehrere Militärlager errichtet hatten. Eines dieser Lager liegt genau unter dem Herzen der Altstadt rund um den heutigen Hohen Markt. Es stammt aus dem Jahr 15 v. Chr und war unter dem Namen Vindobona bekannt (Gallisch Windo für „weiß“ und bona für „Basis“ / „unteres Ende“) – davon leitet sich der heutige Name ab. Es gibt auch ein unterirdisches Museum, wo die römischen Ausgrabungen bis heute zu sehen sind.

Ultimate Guide to Vienna: Reconstruction of Vindobona
Rekonstruktion des antiken römischen Vindobona
(cc) Wolfgang Sauber / CC BY-SA 2.0

Wir springen gleich weiter ins Mittelalter: Mit dem Aufstieg des Habsburgerreiches erlangte Wien mehr Bedeutung, da es zum Hauptsitz der neuen Herrscher wurde. Wien wurde zweimal – 1529 und 1683 – von den Osmanen belagert – doch beide Male gelang es ihnen nicht, die Stadt einzunehmen.

Als das Heilige Römische Reich im frühen 19. Jahrhundert auf sein Ende zusteuerte, behielt Wien dennoch seine Bedeutung; nämlich als Hauptstadt des neu gegründeten Kaisertums Österreich und später der österreichisch-ungarischen Monarchie. Die ganze Zeit über stand Wien unter der Herrschaft der Habsburger. Noch im 19. Jahrhundert entwickelte es sich zu einer echten Weltstadt mit etwa 2 Millionen Einwohnern – das sind mehr als heute! Damals wurde auch die meisten von Wiens beeindruckenden Wahrzeichen gebaut … aber dazu kommen wir später.

Nach der Blütezeit kam wie so oft der Fall: Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war von dunklen Ereignissen geprägt. Zunächst brach der Ersten Weltkrieg aus, infolgedessen Österreich erhebliche Flächenverluste hinnehmen musste; dann erstarkte nach einer kurzen demokratischen Phase der Faschismus und es kam schließlich zum Zweiten Weltkrieg. Nach diesen tragischen Episoden verlor Wien sein internationales Ansehen, das sich erst im Laufe der Zeit wieder etablierte.

Heute ist Wien eine moderne Kulturstadt, die jedes Jahr mehr als 15 Millionen TouristInnen anzieht.

Was du auf keinen Fall verpassen solltest

In Wien gibt es so viel zu sehen, dass du die Stadt auf ganz unterschiedliche Art und Weise erleben kannst. Wenn du noch nie hier warst oder Wien noch nicht richtig kennenlernen konntest, lies weiter und begib dich auf Entdeckungsreise.

Vielfältige Architektur

Die Straßen der österreichischen Hauptstadt sind von einer Vielzahl an Baustilen geprägt: Von romanischen und gotischen Gebäuden über Barock und Historismus bis hin zu zeitgenössischer Architektur kannst du hier alles finden. Da die gesamte Stadt jahrhundertelang auf das heutige Stadtzentrum begrenzt war, wurden dort einige Teile und Gebäude bis zum Abriss der Stadtmauern im 19. Jahrhundert viele Male neu gebaut.

Von der Architektur aus der Zeit vor dem Abriss der Mauern existieren nur noch wenige gute Beispiele: Am berühmtesten ist der gotische Dom zu St. Stephan (auch Stephansdom genannt), der das Stadtzentrum markiert und eines der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Wiens (und auch Österreichs) ist. Das vielleicht bekannteste Beispiel für romanische Architektur ist die Ruprechtskirche, angeblich die älteste der Kirche Stadt (daran bestehen jedoch Zweifel).

Ultimate Guide to Vienna
Der Stephansdom – eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Wiens

Die Hofburg könnte ein weiteres Beispiel für mittelalterliche Architektur in Wien darstellen – sie wurde jedoch so oft umgebaut, dass in dem Komplex heute mehrere architektonische Stile zusammenfließen: von Gotik und Renaissance über Barock und Rokoko bis hin zu ein wenig Klassizismus.

Zahlreiche schöne Sehenswürdigkeiten rund um das Stadtzentrum sind im überaus dekorativen Barockstil gehalten, der im 17. Jahrhundert vorherrschend war. Eines der besten Beispiele dafür ist die Karlskirche am Karlsplatz, die vor allem für ihre spektakuläre Kuppel bekannt ist. Sie ist eine der wichtigsten Barockkirchen des nördlichen Alpenraums. Andere berühmte Vertreter barocker Architektur sind die imposanten Paläste Schönbrunn und Belvedere.

Vienna Story: Ultimate Guide to Vienna
Die barocke Architektur des Schloss Belvedere

Der vorherrschende Baustil in Wien ist der Historismus, der sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durchgesetzt hat, nachdem die Stadtmauern abgerissen und durch die große kreisförmig verlaufende Straße ersetzt wurden, die das Stadtzentrum umgibt – die Ringstraße. Im Historismus werden frühere Stile kopiert, kombiniert und in den Stil der neuen Gebäude integriert. Viele Bauten entlang der Ringstraße wurden in diesem Stil errichtet, unter anderem das Rathaus, die Staatsoper und das Parlament. Oft hängt der Stil eines Gebäudes mit dessen Funktion zusammen – am Parlament ist zum Beispiel der griechische Einfluss nicht zu übersehen.

Du willst mehr wissen? Dann empfehlen wir dir die folgenden Beiträge aus unserem englischen Blog:

What to Do in Vienna: Exploring the Most Impressive Buildings

Best Historic Things to Do in Vienna (with photos)

Ein weiterer Stil, der für die Entwicklung der Wiener Architektur von Bedeutung ist, ist der Jugendstil. Mehrere sehenswerte Bauten sind diesem Stil zuzuordnen. Die Wiener Secession, wie die Bewegung in Wien genannt wurde, hat die Architektur der Stadt, wie wir sie heute kennen, stark geprägt. Sie ist Joseph Maria Olbrich und Josef Hoffmann zu verdanken – den Architekten, die diese Bewegung in Wien etablierten – sowie Otto Wagner, der sich etwas später daran beteiligte. Wenn du mehr über den Jugendstil in Wien erfahren willst und neugierig bist, welche Gebäude aus dieser Zeit stammen, kannst du hier mehr darüber erfahren: “Schönste Gebäude Wiens: Jugendstil-Architektur in Wien”.

Ultimate Guide to Vienna: Architectural Styles
Das Secessionsgebäude – ein gutes Beispiel für Jugendstil-Architektur in Wien

Entdecke die Straßen Wiens

Wenn du gerne durch die Straßen einer Stadt schlenderst und dabei zufällig interessante Sehenswürdigkeiten entdeckst, anstatt direkt eine bestimmte Attraktion anzusteuern, dann ist Wien der perfekte Ort dafür.

Die engen Wiener Gassen erzählen von vielen Ereignissen aus der Vergangenheit. Jede von ihnen kann dir spannende Fakten und Einblicke in das Stadtleben eröffnen, die dir wahrscheinlich noch nicht bekannt sind. Wenn du gern abseits von den Touristen-Hotspots unterwegs bist, ist unser Guide „Gassen, Pflastersteine und Wiener Geschichte“ genau das richtige.

Im folgenden Abschnitt wollen wir dir einige der beliebtesten Straßen der Wiener Innenstadt vorstellen.

Hoher Markt

Der aus der Römerzeit stammende Hohe Markt ist im Grunde so alt wie die Stadt selbst. Hier befand sich der wichtigste Marktplatz des mittelalterlichen Wien. Sieh dich um und entdecke interessante Gebäude der Romanik und Gotik, aber auch viele funktionale Bauten aus der Nachkriegszeit (nach dem Zweiten Weltkrieg). Die auffälligsten Sehenswürdigkeiten sind der Hochzeitsbrunnen und die Ankeruhr – eine wunderschöne, vergoldete Jugendstiluhr, die zu jeder Stunde andere Figuren zeigt, die über das Ziffernblatt wandern, während Musik zu hören ist.

Ultimate Guide to Vienna
Die Ankeruhr – eine mechanische Jugendstiluhr am Hohen Markt
(cc) Arjan Richter / CC BY 2.0

Der Graben

Der Graben ist eine der beliebtesten Straßen der Inneren Stadt und existiert ebenfalls schon seit der Römerzeit. Damals befand sich an diesem Ort ein Verteidigungsgraben um den Stadtkern. Nachdem dieser im 12. Jahrhundert zugeschüttet wurde, entwickelte sich das Areal zu einem beliebten Marktplatz. Im 14. Jahrhundert wurde der Platz bei einem Brand zerstört, jedoch bald wieder zum Leben erweckt – diesmal als Wohnviertel. Einer der berühmtesten Bewohner war Mozart, der im 18. Jahrhundert hier lebte. 1974 wurde die Straße zur Fußgängerzone erklärt und ist heute eine der am meisten frequentierten Einkaufsstraßen in Wien. Wenn du über den Graben spazierst, kommst du auch an dessen bekanntem Denkmal vorbei: der Pestsäule oder Dreifaltigkeitssäule, die zum Gedenken an die Opfer der Großen Pest errichtet wurde.

Ultimate Guide to Vienna: Walk down the Graben street
Die Pestsäule am Graben
(cc) Pentcheff & Wetzer / CC BY-SA 2.0

Ringstrasse

Falls du Wien jemals aus der Vogelperspektive gesehen hast (vermutlich auf einer Karte), ist dir wahrscheinlich die ringförmige Straße aufgefallen, die den auch Innere Stadt genannten ersten Bezirk umschließt. Diese Straße heißt Ringstraße und trennt die historische Altstadt von den anderen Wiener Bezirken. Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gleich nach dem Abriss der alten Stadtmauern erbaut – genau dort, wo diese einst standen. Die Ringstraße ist von vielen prächtigen Gebäuden gesäumt, die alle im weiter oben erwähnten, historistischen Stil erbaut wurden, der auch als Ringstraßenstil bekannten ist. Diesem ist es zu verdanken, dass die Straße zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Ultimate Guide to Vienna: Ringstrasse
Die Karte der Altstadt, 1858 – die Innere Stadt, umgeben von Stadtmauern
Wikimedia

Die drei erwähnten Straßen solltest du auf jeden Fall gesehen haben, es gibt aber noch mehr zu entdecken – in unserem Blog-Beitrag “Die Geschichte Wiens: Wiens schönste historische Straßen” stellen wir dir weitere interessante Straßen vor.

Erlebe Kunst in Wien

Wiener Museen

Wien beherbergt eine Fülle an faszinierenden Museen und Kunstgalerien, in denen du mehr über die Geschichte der Stadt erfahren und die Werke von einigen der besten österreichischen KünstlerInnen besichtigen kannst. Die meisten dieser Museen befinden sich in sehenswerten, historischen Gebäuden, sodass du nicht nur die Ausstellungen, sondern auch die herrliche Architektur genießen kannst.

Hier ist unsere Auswahl der besten Museen Wiens:

Im prachtvollen Hofburg-Komplex ist die Albertina untergebracht – das beste und bekannteste Kunstmuseum Österreichs. Jede Etage beherbergt eine andere Ausstellung und in jedem der Säle gibt es Spannendes zu sehen. Dieses vielfältige Museum verfügt über eine riesige Sammlung von Kunstwerken, darunter einige der besten Werke von Monet, Renoir, Cézanne, Matisse, Miró und Picasso. Allein das ist schon beeindruckend! In der Albertina befinden sich auch die größten Grafiksammlungen der Welt mit mehr als 65.000 Zeichnungen und rund einer Million alten Meisterdrucken, aber auch einigen moderneren grafischen Werken, Architekturzeichnungen und Fotografien.

Gegenüber der Hofburg warten weitere sehenswerte Museen auf deinen Besuch – das Kunsthistorische Museum (eines der besten der Welt) und das Naturhistorische Museum, wo du die Vielfalt der Natur entdecken und mehr über den Beginn des Lebens auf unserem Planeten erfahren kannst. Auf den ersten Blick wirken diese Gebäude identisch, aber schau genau hin: in die Fassaden sind unterschiedliche Statuen eingearbeitet. Diejenige des Naturhistorischen Museums repräsentieren Afrika, Asien, Europa und Amerika, während an der Fassade des Kunsthistorischen Museums berühmte europäische Künstler wie der Niederländer Bruegel zu sehen sind.

Ultimate Guide to Vienna: Natural History Museum
Das Naturhistorische Museum in Wien

Gleich auf der anderen Straßenseite neben den beiden Museen befinden sich weitere interessante Gebäude – genauer gesagt ein ganzer Komplex namens MuseumsQuartier, eine der weltweit größten Anlagen für zeitgenössische Kunst und Kultur. Hier trifft Historisches auf Zeitgenössisches und du kannst hier sowohl alte als auch moderne Architektur bewundern. Das MuseumsQuartier bietet für jeden Geschmack etwas: bildende Kunst, Architektur, Musik, Mode, Theater, Tanz, Literatur, Kinderkultur, Spielkultur, Street Art, Design und Fotografie. Der Gebäudekomplex befindet sich in und rund um die kaiserlichen Hofstallungen aus dem 18. Jahrhundert, die in den Jahren 1998 bis 2001 um neue, zeitgenössische Gebäude erweitert wurden. Die österreichischen Brüder und Architekten Laurids und Manfred Ortner haben es geschafft, die historische Konstruktion mit moderner Architektur zu verbinden.

Ultimate Guide to Vienna: MuseumsQuartier
Das MuseumQuartier in Wien – einer der weltweit größten Gebäudekomplexe für zeitgenössische Kunst und Kultur
(cc) Anastasia R / CC BY-ND 2.0

Wenn du dich eher für etwas andere Museen begeistern kannst, solltest du unbedingt unseren englischen Blog-Artikel über das Wachsmuseum Madame Tussauds lesen. Dort ist auch unsere digitale Audiotour erhältlich, die dir die Entstehung der Wachsfiguren näher bringt.

Wien als Stadt der Musik

Musik ist ein großer Teil der Wiener Geschichte und Tradition und sogar als Musikhauptstadt der Welt bekannt – zumindest, wenn es um klassische Musik geht. Wien war schon immer Heimat großer Komponisten wie Mozart, Haydn, Strauss, Beethoven, Vivaldi und vielen mehr. Hier entstanden Walzer, Operetten und einige weltberühmte Musicals.

Berühmt sind außerdem die Universität für Musik und darstellende Kunst sowie das Konservatorium, die viele internationale Studierende anziehen. Manche der jungen VirtuosInnen spielen auf den Straßen des ersten Bezirks, so dass du jederzeit anspruchsvolle Musik genießen kannst. Trinkgeld ist für die KünstlerInnen eine wichtige Wertschätzung.

In Wien gibt es mehrere tolle Orte, an denen du Musik erleben kannst. Einige der bekanntesten sind das Konzerthaus, der Wiener Musikverein, die Staatsoper und die Volksoper. Wenn du mehr über diese Gebäude und die Wiener Musik erfahren möchtest, empfehlen wir dir unsere Audiotour mit dem Titel “Ein Wien-Guide für Musikbegeisterte”. Sie eignet sich sowohl für ein tolles digitales Erlebnis zu Hause als auch vor Ort, wenn du nach Wien kommst.

Ultimate Guide to Vienna: State Opera House
Die Wiener Staatsoper bei Nacht

Wien ist außerdem für die sogenannte Neue Musik bekannt, eine relativ neue, experimentelle Art der Musik, die im 20. Jahrhundert aufkam und Einflüsse von vielen klassischen Komponisten aufweist. Um diese musikalischen Strömungen dem Wiener (und österreichischen) Publikum näherzubringen, gründete der italienische Dirigent Claudio Abbado 1988 das berühmte Festival Wien Modern. Es findet meist im Oktober statt und zeigt an die 100 Veranstaltungen an vielen verschiedenen Orten in der Stadt. Da in diesem Rahmen viele Weltpremieren und Erstaufführungen gezeigt werden, hat das Festival sowohl für das Publikum, das die Musik genießt, als auch für die KünstlerInnen einen hohen Stellenwert.

Neben Wien Modern kann man das ganze Jahr über viele andere Festivals besuchen, vor allem jedoch im Sommer. Eines unserer Highlights ist das Donauinselfest – ein kostenloses Open-Air-Musikfestival auf der Donauinsel, bei dem du verschiedene Musikgenres wie Pop, Rock, Alternative und sogar traditionelle (aber keine klassische) Musik erleben kannst. Es ist wahrscheinlich das größte Open-Air-Musikfestival der Welt, mit über 3 Millionen Besuchern in drei Tagen. Im Sommer 2020 wird das Festival aufgrund der Abstandsregeln anders organisiert: Ein Tourbus fährt durch die Stadt und die MusikerInnen spielen in ganz Wien kleine Pop-up-Konzerte.

Ein weiteres bei den WienerInnen beliebte Sommerfestival ist das Filmfestival am Rathausplatz, wo Filme mit klassischer Musik, Ballette oder Konzerte auf einer großen Leinwand vor dem Rathaus gezeigt werden. Auch diese Veranstaltung kannst du kostenlos besuchen, aber 2020 ist aufgrund der Pandemiesituation eine Vorab-Registrierung notwendig.

Wenn du gerne in Clubs feierst und tanzen gehst, wird dich Wien mit seiner vielfältigen Clubkultur nicht enttäuschen. Einer der beliebtesten Clubs ist die Grelle Forelle im 9. Bezirk. Seit 2011 ist sie als Mekka der Underground-Techno-Szene bekannt. Es gibt viele weitere Locations, wo du die ganze Nacht tanzen und gute zeitgenössische Musik genießen kannst, die von erstklassigen DJs gespielt wird. Wir können es kaum erwarten, wieder zur Normalität zurückzukehren und endlich wieder feiern zu gehen!

Essen & Trinken in Wien

Gerichte, die du unbedingt probieren musst

Bei jeder Reise, egal wohin, würde etwas fehlen, wenn du dich nicht durch die lokale Küche durchkostest. Wien ist eine der Gourmet-Hauptstädte Europas und sowohl für hervorragendes Essen als auch vorzügliche Weine bekannt. Die Wiener Küche ist außerdem die einzige, die nach einer Stadt benannt ist, und sie ist wirklich ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte – es gibt verschiedene Speisen, Desserts und Getränke, die du probieren musst.

In der klassischen Wiener Küche ist das Wiener Schnitzel definitiv die erste Wahl – ein Nationalgericht aus einem dünnen Kalbsschnitzel, das paniert, in Schmalz oder Öl gebraten und in der Regel mit Kartoffeln (in irgendeiner Form) und einem Salat serviert wird. Dieses typische Gericht ist recht einfach, schmeckt aber wirklich gut – und alle lieben es! Der beste Ort, um ein echtes Wiener Schnitzel zu essen, ist das Restaurant Figlmüller in der Wollzeile, das oft als „Heimat des Wiener Schnitzels“ bezeichnet wird. Dieses Lokal in der Nähe des Stephansdoms eignet sich nach einer Erkundungstour durch das Stadtzentrum perfekt für eine Pause zum Mittag- oder Abendessen. Heute werden dort verschiedene Schnitzelvarianten zu durchschnittlichen Preisen angeboten, so dass ein Besuch hier durchaus leistbar ist.

Ultimate Guide to Vienna: Try Wiener Schnitzel
Das Wiener Schnitzel, eine Wiener Spezialität

Ein weiteres beliebtes Gericht ist das Gulasch – eine aus Ungarn importierte Speise, die ein wenig adaptiert wurde und einfach unvergleichlich schmeckt. In Wien wird dieser Eintopf mit Rindfleisch normalerweise zusammen mit Semmelknödeln serviert. Auch für dieses Gericht (und seine verschiedenen Varianten) können wir ein Restaurant im mittleren Preissegment namens Gulaschmuseum mpfehlen. Es befindet sich ebenfalls in der Innenstadt – in der Schulerstraße, unweit von Figlmüller.

Wenn du ein Fan von Street Food bist, wirst du die berühmten Würstel der Würstelstände lieben. An solchen Ständen kommst du immer wieder vorbei. Die köstlichen Würstel werden aus Rind- oder Schweinefleisch hergestellt und in Schafsdarm gefüllt. Sie werden meist mit Brot oder Semmel (Brötchen), Senf und Gurkerl (eingelegte Gürkchen) bzw. Pfefferoni gegessen. Dieses günstige Essen passt zu jeder Jahreszeit ideal als Snack oder als einfache und schnelle Mahlzeit.

Internationale Küche in Wien

Auch wenn du gerne Gerichte aus verschiedenen Ländern ausprobierst, wirst du hier voll auf deine Kosten kommen, denn Wien kann mit einem breitgefächerten kulinarischen Angebot punkten. In der ganzen Stadt findest du eine große Auswahl an Restaurants mit internationaler Küche, aber insbesondere am Naschmarkt – vor allem, wenn du Appetit auf orientalische (wie Falafel oder Hummus) oder südostasiatische Küche hast.

Ultimate guide to Vienna: experience international cuisine at Naschmarkt
Lokale am Naschmarkt

Am Naschmarkt können wir einen Besuch bei Neni empfehlen – ein tolles orientalisches Restaurant der mittleren Preisklasse im Herzen des beliebtesten Wiener Marktplatzes. Wenn dir nicht nach Sitzen zumute ist, mach einfach einen Spaziergang durch den Markt und sieh dich bei den vielen Imbissständen mit orientalischem Essen um. Die beste chinesische Küche genießt du im Restaurant ON – ein nicht ganz typisches China-Restaurant mit einem herrlichen Garten, wo du dich nach einem langen Rundgang durch die Stadt abkühlen kannst. Wenn du Lust auf authentisches thailändisches Essen hast, empfehlen wir Mamamon (ebenfalls mittelpreisig) im 8. Bezirk – aber Achtung, Chilis sind hier fast überall eine Menge drin!

Viele dieser Restaurants sind vegan- oder zumindest vegetarierfreundlich; wenn du allerdings eine größere vegane Auswahl suchst, lohnt sich ein Abstecher in die Swing Kitchen – eine kleine und erschwingliche österreichische Kette mit genialen veganen Burgern und Wraps. Es gibt drei Filialen, von denen sich eine gleich um die Ecke vom Naschmarkt befindet.

Die besten süßen Verführungen

Vielleicht weißt du schon, für welche süßen Köstlichkeiten Wien berühmt ist: Sachertorte und Apfelstrudel. Die Sachertorte besteht aus einem schokoladigen Teig, der mit einer Schicht Aprikosenmarmelade und dunkler Schokoladenglasur überzogen ist und üblicherweise mit Schlagsahne serviert wird. Der Apfelstrudel ist eine weitere traditionelle Spezialität, auf die du bei deinem Wien-Aufenthalt nicht vergessen solltest: Er besteht aus dünnem, leichtem und knusprigem Teig, gefüllt mit Äpfeln, Zucker, Rosinen, Zitrone, Rum, Zimt und Nelken, und wird mit Puderzucker bestäubt. Beide Mehlspeisen passen gut zu einer Tasse Kaffee – und wir verraten dir gleich, wo es am besten schmeckt.

Ultimate guide to Vienna: Where to try the best Sacher cake?
Originale Sachertorte im Café Sacher

Wiener Kaffeekultur

Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke auf der ganzen Welt und in vielen Ländern geht es dabei nicht nur um den reinen Konsum, sondern auch um die Atmosphäre und die Gesellschaft. Wien ist für seine Kaffeekultur, die hier schon seit Jahrhunderten existiert, weltweit berühmt. Viele bekannte Wiener Künstler, insbesondere Schriftsteller, saßen bei der Arbeit in den Kaffeehäusern. Man traf sich dort auch gern mit anderen Künstlern und nutzte die Cafés wie ein zweites Wohnzimmer außerhalb der eigenen vier Wände.

Heute findet sich in Wien eine Vielzahl an verschiedenen Kaffeehäusern – manche davon alt und traditionell, andere moderner und hip, wo du alle Arten von Kaffee probieren kannst (spezielle Mischungen, kalt gebrüht usw.). Aber welches Café auch immer du für deine Tasse Kaffee am Morgen oder am Nachmittag auswählst, du kannst dich auf eine entspannte Pause inmitten der Einheimischen freuen.

Wenn du unsicher bist, welchen Kaffee du bestellen sollst, empfehlen wir dir eine klassische Wiener Melange – ähnlich einem Cappuccino, jedoch normalerweise ohne Kakaopulver und jeweils zur Hälfte mit heißer Milch und mit Milchschaum aufgegossen. Ein weiterer Favorit der WienerInnen ist der mit Schlagsahne garnierte Einspänner. Wenn du gern Americano trinkst, solltest du nach einem Verlängerten fragen.

Ultimate guide to Vienna: Coffee culture
Kaffeegenuss in Wien

Wie bereits erwähnt, passt eine warme Tasse deines Lieblingsgetränks perfekt zu den traditionellen Wiener Mehlspeisen, und es gibt viele Kaffeehäuser, in denen du beides bestellen kannst. Natürlich wollen wir dir unsere Lieblingscafés im 1. Bezirk nicht vorenthalten, von denen du sicherlich ebenso begeistert sein wirst:

Wiener Wein

Wusstest du, dass Wien die einzige Großstadt der Welt ist, in der Wein in einer wirtschaftlich relevanten Menge produziert wird? Tatsächlich verfügt Wien über ca. 700 Hektar Weinberge, die die Landschaft und Kultur der Stadt stark prägen. Auf rund 80 Prozent wird Weißwein angebaut, der einen großen Teil der Wiener Tradition ausmacht.

Ultimate guide to Vienna: try Viennese wines
Die Wiener Weinberge

Eine echte Spezialität in der österreichischen Hauptstadt ist der Wiener Gemischte Satz, den du dir nicht entgehen lassen solltest. Ein oder auch mehrere Gläschen kannst du in den vielen Bars oder Restaurants oder in den Weinstuben am Stadtrand genießen, die Wein aus ihren eigenen Weinbergen sowie hausgemachte Köstlichkeiten anbieten. Diese Gasthäuser heißen Heuriger und wurden von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe ernannt.

Übernachtungsmöglichkeiten

Wien ist eine sehr touristenfreundliche Stadt, wo dir die Wahl zwischen verschiedenen Arten von Unterkünften geboten wird. Abhängig von deinen Reisegewohnheiten, Preisvorstellungen und geplanten Aktivitäten findest du in allen Wiener Bezirken verschiedene Hotels, Hostels und Apartments.

Wir haben eine kleine Auswahl für dich dich parat, es gibt aber noch viel mehr – recherchiere also noch ein bisschen, bevor du dich entscheidest.

Eines unserer Lieblingshotels ist das Hotel Daniel, ein modernes Boutique-Hotel mit einigen interessanten Details und dem Slogan „Urban Stay – Smart Luxury“. Einige der luxuriösen Zimmer des Hotels sind mit Hängematten ausgestattet, auf dem Dach wird geimkert, du kannst den herrlichen Garten nutzen und sogar dort übernachten (genauso komfortabel wie in den Zimmern), und es gibt einen Fahrrad- und Vespa-Verleih, um es dir noch einfacher zu machen, die Stadt zu entdecken. Dieses mittelpreisige Hotel ist direkt neben dem Schloss Belvedere gelegen und damit ein guter Ausgangspunkt für einen Rundgang durch die Stadt.

Ein weiterer Tipp ist das Magdas Hotel, das sich direkt neben dem Prater und somit nahe an der Inneren Stadt (dem Stadtzentrum) befindet. Der Slogan „Stay open-minded“ lässt schon erahnen, dass es sich hier nicht um ein ganz gewöhnliches Hotel handelt: Das Hotel versteht sich als Social Business, dem es mehr um die Menschen als um den Profit geht. Der Betrieb beschäftigt viele internationale MitarbeiterInnen, die insgesamt 23 Sprachen sprechen – und dennoch gelingt es, einander zu verstehen und ein gutes Team zu bilden. Das auffällige Design ist in Zusammenarbeit mit KünstlerInnen, ArchitektInnen und Kunststudierenden entwickelt und umgesetzt worden.

Zu guter Letzt möchten wir dir ein familiengeführtes Hostel ans Herz legen, und zwar das Hostel Ruthensteiner. Diese Unterkunft eignet sich ideal für Backpacker und für alle, die einfach gern neue Leute aus allen Ecken der Welt kennenlernen. Die Lage ist perfekt – direkt neben dem Westbahnhof und somit in etwa gleich weit von der Innenstadt wie von Schloss Schönbrunn entfernt. Es befindet sich in einem historischen Gebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert und hat sogar einen Garten im Hof, wo man nach einem anstrengenden Tag entspannen kann.

Mehr nützliche Informationen für deinen Wienbesuch

Damit du auch wirklich gut für deinen Besuch gerüstet bist, haben wir dir hilfreiche Informationen wie Öffnungszeiten, wichtige Notrufnummern oder ein paar echt Wienerische Ausdrücke zusammengestellt. All das findest du in unserem praktischen Guide “Wien Kompakt”– und zwar gratis!

Wien digital erkunden

Egal, ob du das Glück hast, gerade eine Reise in die österreichische Hauptstadt zu planen und nach einer Sightseeing-Tour durch Wien suchst, oder ob du von zu Hause aus digitale Möglichkeiten nutzen willst, um Wien zu erkunden – wir haben alles, was du dazu brauchst.

Im Internet finden sich so viele Wien-Touren, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Daher haben wir eine Auswahl der spannendsten und informativsten Geschichten über die beliebte österreichische Hauptstadt zusammengestellt. Schnapp dir dein Smartphone und mach dich auf den Weg – oder entdecke Wien von zuhause aus.

Wir hoffen, dass dir dieser ultimative Wien-Guide alle nötigen Infos liefert, um in diese vielfältige Stadt einzutauchen. Stay tuned für mehr – neue Blog-Beiträge und Audioguides über Wien kommen bald!

Der ultimative Wien-Guide

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Komm mit auf unseren Streifzug durch die Innenstadt und entdecke die wichtigsten historischen Ereignisse, faszinierende Geschichten und spaziere durch enge Kopfsteinpflastergassen, die vielen verborgen bleiben.

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Gassen, Pflastersteine und Wiener Geschichte

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Ein Wien-Guide für Musikbegeisterte

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Käufliche Liebe im historischen Wien

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Des Kaisers Gartenreich: Palmenhaus

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Secession Vienna

Tour durch die Wiener Secession

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In dieser Audiotour werden die Geschichte und die Architektur der Secession behandelt und Wissenswertes über die dahinter stehende Künstlervereinigung erzählt.

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