LinksLinks2

Entdecke die Wiener Secession

Spread the love

Die Secession entstand aus einer Kunstbewegung Ende des 19. Jahrhunderts, die sich vom dem konservativen Künstlerhaus abspalteten. Wie Gustav Klimt, Koloman Moser, Hermann Bahr und viele andere die Kunstszene revolutionierten und was die Secession heute ausmacht, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Aufbruchsstimmung Ende des 20. Jahrhunderts

Ende des 19. Jahrhunderts formierten sich einige Kunstströmungen, die konservative Haltungen aufbrachen und neue Formen der Kunst schufen. Nicht nur die Kunst, sondern auch die Natur-  und Geisteswissenschaften feierten Erfolge und beschritten neue Wege – so z. B. Sigmund Freud mit seinen bahnbrechenden Untersuchungen der Psyche. Während Österreich noch Habsburgermonarchie war, der Erste Weltkrieg aber noch in weiter Ferne lag, verbreitete sich allmählich Aufbruchsstimmung. Neben der Wiener Werkstätte war die Künstlervereinigung der Secession prägend für den Jugendstil in Wien. Sie formierte sich 1897 und konnte bereits am 29. Oktober 1898 ein neues, Aufsehen erregendes Ausstellungsgebäude eröffnen.

Bei dem neuen, digitalen Spaziergang: Die Geschichte der Secession erfährst du alles über die Entstehung dieser progressiven Kunstbewegung! Ein wenig verraten wir schon hier:

Verortung und Umfeld

Der digitale Guide führt in insgesamt sieben Stationen durch die unmittelbare Umgebung des Secessionsgebäudes. Dessen herausragende Bedeutung wird im Vergleich mit anderen Bauwerken erklärt und Verbindungen der Kunstströmungen und deren Vertreter sichtbar gemacht. Nicht weit entfernt befindet sich z.B. das Künstlerhaus, das im Stil des Historismus erbaut wurde und aus dessen Bewegung die Secessionisten hervorgingen (und sich davon abwendeten). Am Karlsplatz und am Naschmarkt findet man die Otto-Wagner-Pavillons – Joseph Maria Olbrich war Schüler Otto Wagners und entwarf die Blumenornamente der Pavillons.

Gorgonenhäupter an der Fassade der Secession

Das aufsehenerregende Gebäude mit der goldenen Kuppel

Als sich die Secessionisten von der konservativen Ausrichtung des Künstlerhauses abwendeten, musste auch ein eigenes Ausstellungsgebäude her. Für den Bau wurde Joseph Maria Olbrich, Schüler von Otto Wagner, beauftragt. Der ursprüngliche Bauplatz im 1. Bezirk wurde vom k. u. k. Reichs-Kriegsministerium abgelehnt, weswegen auf den Karlsplatz ausgewichen wurde. In nur wenigen Monaten konnte ein Gebäude geschaffen werden, das es so davor noch nie gegeben hatte: Die ungewöhnliche Architektur und insbesondere die Kuppel aus goldenen Blättern spalteten die Bevölkerung. Auch heute ist die Secession immer noch auffällig, und die ursprünglich vermutlich negative Bezeichnung „Krauthappel“ ist mittlerweile liebevoll gemeint.

Der Guide endet mit der Eröffnung der Secession, die bereits wenige Monate nach Baubeginn erfolgte. Der weiße Kubus wird von zahlreichen Ornamenten verziert – unter anderem vom Motto der Secession: „Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit“, welches noch heute gültig ist.

In der Secession

Wer nun bei der Secession angekommen ist, kann hoffentlich auch hinein und sich den Beethoven-Fries von Gustav Klimt und/oder eine der Wechselausstellungen spannender, zeitgenössischer KünstlerInnen ansehen. Der Guide Tour durch die Wiener Secession führt dich durch die Secession, er ist auch im Eintrittspreis enthalten. Wenn Museen immer noch oder wieder mal geschlossen bleiben müssen, könnt ihr die Secession auf diese Weise virtuell besuchen! Als kleinen Vorgeschmack erzählen wir ein bisschen darüber, was euch dort erwartet:

Detail des Beethovenfries © Jorit Aust / Secession

Der Beethovenfries

Gustav Klimt ist der vielleicht berühmteste Gründervater der Secession (Frauen waren leider keine dabei). 1902 fand die XIV. Ausstellung der Vereinigung Bildender KünstlerInnen Österreichs statt, die ganz im Zeichen von Beethoven stand und in dessen Rahmen ein Gesamtkunstwerk geschaffen werden sollte (das Zusammenspiel aus Kunstwerken verschiedener Sparten in Kombination mit den Räumlichkeiten soll in seiner Gesamtheit wirken). Teil davon war der Beethovenfries von Gustav Klimt, der Beethovens 9. Symphonie bildlich und fantasievoll darstellt. Zum Glück wurde er nicht – wie geplant – nach der Ausstellung vernichtet und überstand auch zahlreiche Besitzerwechsel. Seit 1986 ist er im Untergeschoss zu sehen, wo ein ideales Klima geschaffen wurde, um ihn so lange wie möglich erhalten zu können.

Die Fassade

Über die Entstehungsgeschichte haben wir anfangs schon einiges erfahren, dieser Guide widmet sich aber noch eingehender der Architektur und der fantasievollen Ornamentik. Zahlreiche Verzierungen schmücken den Bau, allen voran die drei Gorgonen über dem Haupteingang. Es lohnt sich, rund um die Secession zu spazieren und all die verschiedenen Dekorationen zu entdecken, über die ihr im Guide mehr erfahrt!

Die Secession heute

Die Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession ist heute weltweit das älteste unabhängige Ausstellungshaus, das sich ausdrücklich der zeitgenössischen Kunst widmet. 10-15 Ausstellungen pro Jahr werden basisdemokratisch organisiert – und die Secession zeigt immer wieder aufs Neue die Bereitschaft zum Experiment!

Beide Guides sind kostenlos auf www.culturalplaces.com erhältlich. Sie eignen sich für einen Besuch vor Ort, können aber auch gemütlich vom Sofa aus besucht werden, denn zahlreiche Fotos runden unsere Audioguides ab!

You may also like...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.